Kindheitserinnerungen und Bricelets

Kindheitserinnerungen und Bricelets

Wenn ich mich an meine Kindheit erinnere, dann sind da viele Bilder rund ums Essen. Familienfeiern im Garten, Picknicks, Festessen an Feiertagen wie Weihnachten und Ostern und immer viele Menschen. Familie und Freunde, die bei uns mit am reich gedeckten Tisch sassen. Überhaupt gab es bei uns immer was zu essen. Also ich meine… effektiv rund um die Uhr. Nach dem Frühstück ist vor dem Znüni, so quasi. Meine Mama feiert die Zwischenmahlzeit mit gusto. Und sie glaubte fest daran, dass Kinder einfach die Energie brauchen, und man ihnen eine besondere Freude machen sollte, mit dem was man ihnen täglich auftischt.

So gab es denn auch kaum eine Leckerei, die uns vorenthalten blieb. Ich bin ja bis heute “Team Süss”, und halte auch immer beim Essen ein Plätzchen frei für’s Dessert. Absolut notwendig in meinen Augen, dass eine gute Mahlzeit mit etwas Süssem – und wenn es nur ein Täfeli Schoggi ist – gefeiert und ausgeklungen wird.

Auch für mitternächtliche Snacks, Küchenparties und später, als wir Teenies waren dann “Post Uusgangs” Kochereien (Spaghetti schmecken nach dem Feiern doppelt so gut) war meine Mami immer zu haben. Ich glaube, ich bilde mir das nicht nur ein, dass sie uns teilweise, wie wir heimkamen vom “Usgang”, bereits in der Küche erwartet hat und was am zubereiten war für uns. Viva la Mamma!

Oh, und die Liebe zu Glacés… Ich glaube, Glacés ist bei unseren Mädels so es bitz wie der heilige Gral der Leckereien. Sie lieben es einfach. Zu jeder Jahres- und Tageszeit. Und meine Mama, aka die Nonna, ja, die macht da gerne mit. Verwöhnen ist einfach in ihren Genen. Also haben wir bei ihrem letzten Besuch zusammen unser neues/altes Brezeli-Iise (kennt ihr, oder?) ausgegraben und diese feinen Guetzli-Schäleli für ein Kugeli Glacé draus gemacht. Das Brezeli-Eisen ist ja so ein richtiges Grossmutter-Dings. Das kam in meiner Kindheit auch immer dann zum Einsatz, wenn etwas “gediegen” daher kommen sollte. Damit lassen sich im Handumdrehen Hüppen, Bricelets oder eben diese Schalen zubereiten. Macht eine gute Falle!

Das Brezel-Eisen hier ist in richtig eco lifestyle Manier second hand! Weil what comes around goes around und so. Reduce, reuse, recycle, ihr kennt es. Und zwar habe ich es gebraucht auf Ricardo gefunden. Ist sogar von Betty Bossi! Da weiss man dann, dass es sicher “verthebed”, gäll? Hab dazu einfach bei Ricardo nach einem Brezeli-Eisen gesucht – und wurde direkt fündig. Unter den fachkundigen Augen der Nonna habe ich dann den Teig zubereitet und die Bricelet-Schälchen ausgebacken. Nonna hat die Vanille Glacé verteilt. Und die Kids haben sich gleich selbst an den Erdbeeren und Mini Marshmallows für’s Topping bedient. Fertig ist der Kinder-Dessert-Liebling! Weil, ein Glacé, im Schäleli, dass man sogar essen kann, das kann einfach alles. Kindheitsgold.



Rezept für die Bricelets / Schäleli:

Zutaten:
1 Ei
3 EL Rahm
3 EL Olivenöl
200 g Zucker
1 Prise Salz
220 g Mehl
2 1/2 dl Wasser

Zubereitung:
Ei und alle anderen Zutaten bis und mit Salz in eine Schüssel geben und mit dem Mixer schaumig schlagen. Mehl und Wasser under Rühren beigeben.

Wenig Tei (ca. 1/2 dl) mit einer Schöpfkelle mittig auf das Brezeleisen geben, ca. 1 1/2 Minuten backen, sodass ein grosses Bretzeli entsteht. Bretzeli herausnehmen, nach Belieben formen. Sprich für die Schäleli über ein Glas stülpen. Auf einem Gitter auskühlen.

Eine Kugel Glacé hineinsetzen und nach Herzenslust mit Toppings garnieren. Smarties wären auch noch so ein Kindheits-Klassiker – hatten wir aber leider keine mehr zu Hause. Also Erdbeeren geschnibbelt und kleine Marshmallows dazu aufgetischt, denn die gehen immer. Sagen meine Mädels.

So muss das eben sein, Kindheit = Glacé + Nonnazeit.


Noch ein Tipps:

Legt euch am besten ein Profil an bei Ricardo. Ihr könnt dann eure Suche – z.B. nach “Waffeleisen” – auch ganz easy merken und in einer Merkliste anlegen. Und wenn ihr noch Rezepte aus Grosis Küche sucht, dann hüpft doch hier vorbei und lasst euch inspirieren.



Dieser Beitrag ist entstanden in Kooperation mit Ricardo.

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