Hausgemachte Gemüsebouillon

Hausgemachte Gemüsebouillon

Auf Englisch fällt mir das Schreiben fast leichter… Dennoch dachte ich heute spontan, hach, ein Wechsel auf (meine Muttersprache) Deutsch macht doch eigentlich viel mehr Sinn? Ich hoffe, dir machen meine Inhalte nach wie vor Spass. Danke, dass du hier bist!

Schon als Kind war ich kein so grosser Suppentiger (wie ich es eigentlich gerne heute wäre). Ich mag Suppen, aber eben lieber die “herzhaften” Varianten. Das heisst mit möglichst vielen Einlagen. Ich weiss, recht unelegant von mir, haha. Minestrone, Nudelsuppen, Hühnersuppen, Hochzeitssuppen, Eintöpfe oder jegliche Versionen mit (vielen) Einlagen wie Croutons, Gemüsewürfelchen, Pesto und Nüssen sind mein Ding. Und was ich auch liebe ist eine simple Gemüsebrühe mit beispielsweise Flädli, Buechstäbeli, Nüdeli oder Fideli, damit man was “zu Beissen” hat. Tja, und Elma scheint meine Liebe zur “Gemüsebrühe Plus” bereits geerbt zu haben (Juhu, ich feiere das voll).

Nicht immer – besonders im hektischen Mami Alltag nicht – hat man genügend Zeit, um selbst allerlei Knollen und Kräuter anzusetzen und stundenlang bis zur perfekten, aromatischen Brühe simmern zu lassen… Das heisst ein gutes Bouillon- / oder Brühpulver – wenn es schnell gehen soll – ist unumgänglich. Mir ist bei Brühe und Gewürzen allgemein sehr wichtig, dass sie frei von Zusatzstoffen sind, nur natürliche Zutaten enthalten (also keine Es und keine Aromen oder Konservierungsstoffe) und vor allen Dingen kein Glutamat.

Die Option, Gemüsebrühpulver selber zu machen, reizt mich schon seit Langem. Ich habe sowieso eine Schwäche für selbstproduzierte und hausgemachte Konserven. Konfi, eingelegtes Gemüse (Pickles) usw. aus der eigenen Küche machen mich glücklich bei jedem Einsatz! Neu habe ich einen wunderbaren Dörrautomaten von Betty Bossi. Damit geht das Gemüsetrocknen ganz leicht – wenn es auch etwas zeitaufwändig (wegen der langen Trockenzeit) ist. Circa 7 Stunden hat mein Gemüse in Ruhe vor sich hin getrocknet, und das ganze Haus mit einem betörenden Aroma erfüllt!

Das “Rezept” ist ganz leicht. Man nimmt einfach Gemüse und Kräuter nach Wahl, häkelt, reibt oder schneidet alles klein (mit der Küchenmaschine von Betty Bossi ging es im Ruckzuck), legt alles im Dörrautomaten zum Trocknen aus (nicht zu dick auftragen, grins), wartet geduldig und gibt wenn alles schön trocken ist zusammen mit gutem Salz noch mal in die Küchenmaschine zum Verkleinern. Dann entsteht aus den Gemüsestreifen das Pulver.

Das Fazit meiner Mami (welche die erste Ladung Bouillonpulver gleich bei ihrem Besuch nach Hause nehmen darf): das beste Bouillonpulver, das es gibt. Und sie muss es ja wissen. Und: wir müssen offiziell in Grossproduktion für die Weihnachtszeit, meinte sie noch. Die Verwandtschaft werde sich freuen. Na dann, weiss ich was ich zu tun habe… #ichbindannmalamdörren



Hausgemachte Getrocknete Gemüsebouillon (Bouillonpulver)

Ergibt ca. 1 mittleres Einmachglas

Zutaten:
4-5 Karotten (allenfalls das Karottengrün, wenn erhältlich, auch mitverarbeiten)
1 grosse gelbe Zwiebel
2 Petersilienwurzeln
1 Selleriewurzel
4 Stangensellerie
1 Lauch
1/2 Wirz
4 Knoblauchzehen
2 Bund Maggikraut
1 Bund glatte Petersilie
ca. 100 g feines, unbehandeltes Salz (ich habe Alpensalz verwendet)
Wahlweise weitere Kräuter und Knollen

Zubereitung:
Gemüse gut putzen und trocknen. Ich habe die Schale nicht entfernt (also bspw. bei den Karotten), denn in ihr steckt ja auch viel Aroma. Alles nacheinander fein reiben bzw. häxeln (von Hand dauert das eine ganze schöne Weile…) oder einfach in die Küchenmaschine geben. Ich habe wirklich alles auf dem Weg klein gekriegt, sogar Lauch und Zwiebel, hat super funktioniert! Ausser die Kräuter; die habe ich von Hand sehr fein gehackt. Alles in einer grossen Schüssel locker vermengen. Dann zum Trocknen auf den Dörrschienen auslegen. Achtung, gut verteilen und nicht zu sehr übereinander schichten, sonst wird das “Dörrgut” ewig nicht trocken. Auf 70 Grad und 7 Stunden einstellen. Den Rest den Dörrautomaten machen lassen. Jede Stunde oder so mal die Etagen rotieren. Lustigerweise wird die oberste nämlich am besten / schnellsten trocken. Nach ca. 7 Stunden war bei mir das Resultat erreicht; sämtliches Gemüse war restlos trocken und “crunchy”. Oh, und dieser Duft…! Alles erneut in die Küchenmaschine geben. Das Salz kommt jetzt auch noch dazu und wird mit verarbeitet zu einem Pulver. Ich habe die Salzmenge nach Gefühl dazu getan, Handgelenk mal Pi. Ich hielt ca. 1/4 Salz für eine sinnvolle Menge. Das könnt ihr aber handhaben wie ihr wollt. Salz also mit dazu in die Küchenmaschine und dann wusch-wusch, alles schön zerkleinern und zu Pulver verarbeiten. Nun nur noch in einen sauberen Behälter abfüllen und gleich bei der nächsten Gelegenheit als Gewürz oder Suppenbasis testen!

Das Gemüsbouillonpulver lässt sich ca. 6 Monate an einem kühlen und trockenen Ort halten.


Ich wünsche euch viel Liebe, Geduld und Reserven
Scarlett



Danke Betty Bossi für das Sponsoring dieses Beitrags.

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